Arbeitspsychologie

Die Arbeitspsychologie hat in den vergangenen Jahren aufgrund der steigenden Komplexität und Anforderungen einen enormen Bedeutungszuwachs  erfahren. Mein Angebot umfasst sowohl Einzel- als auch Teamberatungen sowie Trainings und Vorträge für Gruppen von MitarbeiterInnen. Größere arbeitspsychologische Beratungsprojekte, aber auch fortlaufende Firmenbegleitung erfolgen über die Firma IBG – Innovatives Betriebliches Gesundheitsmanagement GmbH. Klicken Sie einfach auf die Begriffe, um direkt zu den Informationen zu gelangen.

Ob es die ungerechte Behandlung durch den Chef ist oder der Streit mit den Kollegen wegen einer Projektdeadline – am Arbeitsplatz sind wir häufig mit emotionalen Belastungen und Konflikten konfrontiert, die uns aufs Gemüt und die Gesundheit schlagen. Allerdings kann man durch die richtigen kommunikativen und psychologischen Strategien einen besseren Umgang mit dieser Form der Belastung erreichen und sich somit mehr mit den Inhalten seiner Arbeit anstatt mit den Befindlichkeiten der anderen beschäftigen. Hier gilt es geeignete Strategien zum Handling von „schwierigen Persönlichkeiten“ zu finden sowie seine eigenen „roten Knöpfe“ kennen- und schützen zu lernen. Ebenso  gilt es  einen besseren Umgang mit unveränderbaren Gegebenheiten zu erlernen, um sich nicht mit Dingen zu belasten, gegen die man nichts tun kann, außer an seiner eigenen Einstellung und Ansprüchen zu arbeiten.
Der Begriff Mobbing ist ähnlich wie der Begriff Burnout in den letzten Jahren zu inflationärer Verwendung gekommen, da der Begriff nicht immer im richtigen Kontext verwendet wird. Allerdings ist mit Mobbing nicht zu spaßen, denn die Betroffenen können in den schlimmsten Fällen dauerhaft psychischen Schaden nehmen. Daher bedarf es meist dringend der Unterstützung durch ExpertInnen (JuristInnen und/oder PsychologInnen). Mobbing ist anders als ein persönlicher Konflikt oder eine belastende Arbeitssituation – es ist immer ein Problem des Systems. Es ist nicht die Schuld des Gemobbten und es liegt nicht in seiner Macht und Verantwortung etwas zu ändern. Es bezeichnet systematische (d.h. regelmäßige und einem „Muster“ folgende) Aktionen von KollegInnen, Vorgesetzten oder MitarbeiterInnen gegen die Betroffenen, mit dem Ziel diese aus dem Unternehmen bzw. dem Arbeitsbereich – im wahrsten Sinn des Wortes – weg zu mobben. Diese Aktionen können von der Vorenthaltung wichtiger Informationen, der Verbreitung von Gerüchten und Falschinformationen, der Zerstörung von Arbeitsleistung etc. … bis hin zu Beschimpfungen und tätlichen Angriffen reichen. Häufig betrifft es besonders engagierte und leistungsstarke MitarbeiterInnen und ist daher keineswegs ein Phänomen das sogenannte „Außenseiter“ betrifft. Leider wird sowohl von den Betroffenen als auch von Vorgesetzten häufig zu spät auf das Problem reagiert, so dass die Folgen des Mobbings die Kündigung oder im schlimmsten Fall die Erkrankung der Betroffenen sind.

Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie regelmäßig von KollegInnen, MitarbeiterInnen oder Vorgesetzten in einer wie oben beschriebenen Art und Weise behandelt werden und glauben, dass man Sie loswerden oder „fertig machen“ möchte, suchen Sie sich so schnell wie möglich Unterstützung. Es ist wichtig, sich die richtigen Strategien gegen die Täter zu überlegen und die arbeitsrechtliche Situation genau zu kennen. Hier biete ich psychologische Begleitung an und berate Sie hinsichtlich der nötigen Schritte. Dafür arbeite ich auch mit JuristInnen zusammen.

Besonders für ein effizientes und entspanntes Arbeiten ist eine gute Kommunikation unerlässlich. Allerdings sind  gutes Zuhören und eine gelungene Kommunikation nicht unbedingt etwas, das jedem von uns in die Wiege gelegt wurde. Die meisten Menschen müssen sich diese Kompetenzen erst erarbeiten. Gute Kommunikation und Zuhören sind auch deshalb so wichtig, weil wir anderen Menschen dadurch unsere Wertschätzung ausdrücken. Gutes Zuhören führt meist dazu, dass andere Menschen gerne mit uns kommunizieren und sich auch mit uns und unseren Anliegen auseinandersetzen – gerade weil sie selbst von uns gehört wurden.

Für das Gehör gilt Ähnliches wie für das Auge: Sehen ist (noch) nicht Lesen und Hören ist (noch) nicht Zuhören.  Das richtige Hin- und Zuhören macht mehr als die Hälfte gelungener Kommunikation aus. Das ist erlern- und trainierbar. Durch sein Zuhören echte Wertschätzung zu vermitteln und in den anderen – aber auch in sich selbst – hinein zu hören, kann Prozesse in Unternehmen sowie den Umgang untereinander mit KollegInnen und MitarbeiterInnen, aber auch mit Freunden, Kindern und Partnern verbessern und bei einem selbst zu mehr Zufriedenheit führen. Aber nicht nur das ist mit dem Begriff Kommunikation verknüpft – es beinhaltet auch, sich Netzwerke aufzubauen, in Konflikt- und Verhandlungssituationen die richtigen Worte parat zu haben und vor allem bei sich selbst zu bleiben – auch wenn es einem mal die Sprache verschlägt.

Dafür bedarf es der richtigen Einstellung zu sich selbst und zu anderen, sowie ausgebildeter Fähigkeiten und der Übung. Im Rahmen eines individuellen Kommunikationstrainings decken wir Bilder, Annahmen und Verhaltensweisen auf, die Ihre Kommunikation günstig oder ungünstig beeinflussen können. Wir erarbeiten Techniken und Strategien, mit denen Sie lernen, genau hin- und zuzuhören, um Ihren Austausch mit anderen zu verbessern.  Außerdem werden Sie spielend entdecken, wie leicht es ist, durch gute Kommunikation anderen Wertschätzung zu teil werden zu lassen und sich damit auch selbst etwas Gutes zu tun.

Vielleicht stehen Sie gerade am Anfang Ihrer Karriere oder fühlen sich in Ihrer derzeitigen Tätigkeit nicht so richtig wohl und suchen eine Veränderung? Oder Sie stehen vor neuen Aufgaben und Herausforderungen und sind sich nicht ganz sicher, wie Sie diese bewältigen sollen? Oder Sie möchten etwas ganz anderes machen, wissen aber noch nicht so genau, was das sein soll? Hier kann es sinnvoll sein, sich durch ein psychologisches Coaching verschiedene Perspektiven, Wege und Lösungen anzusehen, um sich entweder in seinem bestehenden Beruf neue Blickwinkel zu eröffnen und sich wieder wohl zu fühlen oder in einer anderen Richtung neu durchzustarten. Dann kann es sein, dass Sie im Lauf einer Beratung draufkommen, dass es nicht der großen Veränderungen, sondern vielleicht nur einiger kleinerer Griffe bedarf, um wieder neuen Schwung in Ihr berufliches Tun zu bringen.  Es ist aber natürlich auch möglich, dass Sie echtes Neuland entdecken möchten – in diesem Fall können Sie mit einem Coaching die nötigen Schritte für sich erarbeiten.
Die betriebliche Gesundheitsförderung umfasst immer mehrere Ebenen – die strukturelle, die soziale, die körperliche und natürlich die psychische Ebene. Gerade in den letzten Jahren hat sich besonders deutlich gezeigt, dass psychische Belastungen im Arbeitsleben durch die steigende Komplexität und Dynamik, aber auch durch wirtschaftliche Unsicherheiten zugenommen haben. Dies stellt sowohl für Unternehmen als auch für ArbeitnehmerInnen eine große Herausforderung dar. Die Unternehmen sind gefordert, ihren MitarbeiterInnen Arbeitswelten und Möglichkeiten zu bieten, die sie langfristig gesund und zufrieden Ihre Tätigkeit für das Unternehmen ausüben zu lassen. Die ArbeitnehmerInnen sind gefordert, zwischen den verschieden Anforderungen des Arbeitsalltags auf sich und ihre Gesundheit zu schauen und dadurch Ihre Leistung für das Unternehmen zu erbringen. Betriebliche Gesundheitsförderung ist nicht etwas, bei dem nur die Unternehmen oder nur die ArbeitnehmerInnen in der Verantwortung stehen, sondern es bedarf der individuellen Einbindung beider Seiten in eine nachhaltige Strategie der Gesundheitsförderung.

Für Unternehmen bieten sich dadurch langfristige Vorteile wie ein besseres Betriebsklima, ein höheres Mitarbeiterengagement sowie geringere Kosten durch Krankentage und eine höhere Leistung durch gesunde MitarbeiterInnen. Für MitarbeiterInnen bietet eine gute betriebliche Gesundheitsförderung neben mehr Freude an der Arbeit den Vorteil, sich auch während der Arbeit aktiv um ihre Gesundheit kümmern zu können und so zufriedener und entspannter die gestellten Anforderungen an sie zu meistern. Wenden Sie sich gerne an mich, wenn Sie hier eine Beratung zu den verschiedenen Möglichkeiten benötigen.

Seit 1.1.2013 ist die Evaluierung psychischer Belastungen am Arbeitsplatz gesetzlich vorgeschrieben. Das heißt, dass alle Unternehmen verpflichtet sind, mit Ihren MitarbeiterInnen eine Erhebung der psychischen Belastungen durchzuführen. Das kann durch Einzel- und Gruppeninterviews, Fragebögen oder entsprechende Beobachtungsmethoden durchgeführt werden. Wichtig zu wissen ist, dass es bei dieser Evaluierung nicht um die MitarbeiterInnenzufriedenheit geht, sondern um Faktoren, die mit der psychischen und körperlichen Gesundheit der MitarbeiterInnen in Zusammenhang stehen. Die meisten Mitarbeiterbefragungen decken die gesetzlich vorgeschriebenen Themen daher nicht ab. Ich berate Sie gerne hinsichtlich der Durchführung einer gesetzlich konformen Evaluierung und den geforderten Maßnahmen.
Besonders im Arbeitskontext werden viele  Anforderungen an MitarbeiterInnen gestellt,  denen Sie aufgrund der strukturellen und systemischen Bedingungen nicht gerecht werden können. Gerade wenn Anforderungen als nicht bewältigbar erlebt werden und sowohl die persönlichen als auch personellen Ressourcen fehlen, sind Firmen gefordert, Ihre MitarbeiterInnen zu unterstützen und an den eigenen Strukturen und Abläufen Verbesserungen vorzunehmen. Auf der anderen Seite sind MitarbeiterInnen gefordert sich bestmöglich gegen Stress und Belastungen zu wappnen (siehe auch „Stress“ auf der Seite zur Gesundheitspsychologie). Hier können Unternehmen mit einer Reihe sinnvoller Maßnahmen wie Entspannungsgruppen, Einzel- und Teamcoachings sowie in der Führungskräfteentwicklung und Prozessoptimierung gegensteuern, um langfristig ein möglichst stressfreies Arbeiten zu ermöglichen. Die Vorteile von weniger Stress und Beanspruchung liegen klar auf der Hand: Es passieren weniger Fehler und Unfälle, das gesamte Betriebsklima verbessert sich und die Qualität der Leistung wird auf einem hohen Niveau gehalten, um nur einige Beispiele zu nennen. Ich berate Sie gerne, bei der Auswahl und Durchführung geeigneter Maßnahmen.