Achtsamkeit und Selbstmitgefühl

Mehr Ruhe und Gelassenheit in sein Leben bringen und ganz im Moment sein

Achtsamkeit  bedeutet, seine Aufmerksamkeit auf die Erfahrungen des gegenwärtigen Moments in einer neugierigen, nicht-wertenden und offenen Haltung zu richten. Diese Haltung ermöglicht uns, Verantwortung für unser Leben und Empfinden zu übernehmen, mehr Klarheit und Wachheit zu erlangen und besser mit den Anforderungen des Alltags umzugehen. Indem wir unsere Aufmerksamkeit auf die Erfahrungen des Augenblicks lenken (z.B. Atem, Gefühle oder Körperempfindungen), können sich Stressempfinden,  Ängste oder auch Schmerzen verringern. Wir lernen Unveränderbares zu akzeptieren, notwendige Veränderungen anzugehen und uns selbst in einer freundlichen und unterstützenden Haltung zu begegnen. Mit anderen Worten können Achtsamkeitstechniken bzw. Meditation als mentales Training beschrieben werden, durch das wir mehr Vitalität und Bewusstheit erleben.

Sich mit sich selbst anfreunden und lernen mit schwierigen Gefühlen umzugehen

Selbstmitgefühl  bedeutet sich freundlich und mitfühlend selbst zu unterstützen, wenn man in Schwierigkeiten ist oder Rückschläge erleidet. Es geht darum, in diesen schwierigen Momenten für sich zu sorgen, wie man das für einen geliebten Menschen tun würde. Selbstmitgefühl hat nichts mit Selbstmitleid oder einem Mangel an Disziplin zu tun! Durch Selbstmitgefühl können wir lernen unser eigener bester Freund zu werden, uns selbst zu beruhigen und emotionale Wunden zu heilen. Mit achtsamem Selbstmitgefühl fördern wir drei Grundaspekte: Freundlichkeit sich selbst gegenüber, ein Gefühl der Verbundenheit mit anderen und Achtsamkeit. Durch die Förderung dieser Aspekte werden wir psychisch widerstandsfähiger und ausgeglichener.  Auch wenn wir in unserem bisherigen Leben vielleicht wenig Erfahrung von Zuneigung gemacht haben oder uns schwer tun, freundlich zu uns selbst zu sein, können wir lernen mitfühlend und fürsorglich mit uns selbst umzugehen.

Evidenzbasierte Achtsamkeitsprogramme

In den letzten 15 bis 20 Jahren haben achtsamkeitsbasierte Programme und Therapien einen Siegeszug in Psychologie, Psychotherapie und Medizin angetreten. Sie sind zu einem wichtigen und nicht mehr wegzudenkenden Bestandteil vieler wirksamer Behandlungsansätze geworden. Achtsamkeitsbasierte Ansätze beruhen auf unterschiedlichen fernöstlichen meditative Techniken wie z.B. Yoga, Zen, Vipassana, Tai Chi, Qi Gong, etc… Diese haben auch herausgelöst aus ihrem religiösen und kulturellen Kontext eine erstaunliche, positive Wirkung auf Körper und Geist . Eine seit Jahren steigende Zahl sehr guter wissenschaftlicher Studien belegt die verschiedensten Wirkungen im Zusammenhang mit körperlichen Erkrankungen und Beschwerden, psychischen Störungen und Problemen, Stress und allgemeinem Gesundheitsverhalten, um nur ein paar Bereiche anzuführen.

Im Rahmen meiner psychologisch-psychotherapeutischen Tätigkeit biete ich zwei Arten von evidenbasierten, verhaltensmedizinischen Achtsamkeitsprogrammen an:  „Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion (Mindfulness- Based Stress Reduction – MBSR)“ nach Jon Kabat-Zinn und  „Achtsames Selbstmitgefühl (Mindful Self-Compassion – MSC)“ nach Christopher Germer und Kristin Neff.

Hier finden Sie die Termine und und hier Informationen zu meinen Kursen in Mindfulness-Based Stress Reduction (MBSR) und Mindful Self-Compassion (MSC). Bei Interesse an einer möglichen Teilnahme schreiben Sie mir.